ZDS-News

Schweinepest: Ringgemeinschaft fordert zum Handeln auf

17.12.2020


Die Ringgemeinschaft Bayern fordert, den letzten Fund eines infizierten Wildschweincharakters nur 40 km entfernt von der deutschen Grenze wie einen Seuchenausbruch zu behandeln. Man sollte nicht warten bis das erste infizierte Wildschwein in Deutschland gefunden wird, sondern bereits jetzt reagieren. Das Errichten "weißer Zonen" (Wildschweinfreie Korridore entlang von Risikogebieten) werde bei Ausbruch der Seuche in Deutschland zwingend notwendig sein, schreibt der Vorsitzende der Ringgemeinschaft Stephan Neher und verlangt: "Beginnen wir bereits jetzt damit, können wir vielleicht Schlimmeres verhindern." Man sollte alle Maßnahmen ergreifen, um die Chance zu erhöhen von der Seuche verschont zu bleiben.

Das Friedrich Loeffler-Institut beurteilt "Das Risiko eines Eintrags der ASP durch infizierte Wildschweine in Gegenden, die an das infizierte Gebiet Belgiens angrenzen, als hoch." In einer früheren Bewertung wurde das Risiko eines Eintrags durch Kontakt von infizierten und nicht infizierten Wildschweinen als mäßig bewertet. (Quelle FLI, Seite 42)

ASP: Wildschweinentnahme in der ersten weißen Zone beginnt

01.12.2020


Die weiße Zone, die doppelte Umzäunung des ersten Kerngebiets in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße, ist fast abgeschlossen. Nach vollständiger Eingrenzung kann die Entnahme der Wildschweine aus diesem Gebiet beginnen. Rund 125 Zaunkilometer wurden verbaut und mehr als 120 Lebendfallen werden aufgestellt. Mit Unterstützung unter anderem der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks wurde die weiße Zone mit rund 250 Quadratkilometern um das erste Kerngebiet mehrfach nach Fallwild abgesucht.

Online-Seminar zur Haltung von unkupierten Schweinen

01.12.2020


Am 18.12.2020 von 9.00 – 16.00 Uhr startet im Rahmen des Wissen-Dialog-Praxis-Vorhabens "Vermittlung von Konzepten in der tierschutzgerechten Haltung von Mastschweinen, Sauen und Ferkeln" - Vision Pig - die erste Online-Seminarreihe mit dem Schwerpunkt "Langschwanz - Die Haltung von Schweinen mit unversehrtem Ringelschwanz (Kupierverzicht). Eine Aufgabe entlang der gesamten Produktionskette". Das Angebot richtet sich an Schweinehalter. 

„Rechenmeister für die Schweinefütterung“ neu aufgelegt

01.12.2020


Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat ihren "Rechenmeister für eine effizientere Schweinefütterung" aktualisiert. Wie die Kammer mitteilte, wurden die Übersichten und Tabellen überarbeitet und neuen Erkenntnissen angepasst. Die 102-seitige Broschüre informiert in zehn Kapiteln über Futtermittel, die praktische Fütterung bei Ferkeln, Sauen und Mastschweinen, Zusatzstoffe, Futterhygiene, Futteraufbereitung und nährstoffangepasste Fütterung. Mit dem "Rechenmeister 2020" richtet sich die Kammer an Praxis, Schule und Beratung.

Bodenhumus durch CarboCheck-Tool aufbauen

01.12.2020


Fachleute entwickeln derzeit eine Software, die landwirtschaftlichen Betrieben das Humusmanagement und die Humusbilanzierung vereinfachen kann. Die CarboCheck-Software kombiniert Boden- und Klimaparameter mit Daten zur Bodenbewirtschaftung. Ein Ampelsystem stellt das Ergebnis dar: Rot bedeutet einen perspektivischen Humusverlust unter der aktuellen Bodenbewirtschaftung, grün einen Humusgewinn. Das "CarboCheck-Tool", bestehend aus einer App und einer Software, soll bald Auskunft darüber geben, wie hoch der Humusgehalt auf dem eigenen Acker ist und welche Bodenbewirtschaftung am besten zum Humusaufbau beiträgt.

Bundesprogramm Stallumbau: Landwirtschaftsministerium prüft Verlängerung der Antragsfrist

01.12.2020


Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte sich dafür ausgesprochen, die Förderperiode für das 300-Millionen-Euro-Stallumbauprogramm des Ministeriums über das Jahr 2021 hinaus zu verlängern. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat nun beschlossen, eine Übertragbarkeit der Mittel in das Jahr 2022 zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund wird das Bundesministerium auch eine Verlängerung der Antragsfrist prüfen, die bisher auf Ende März 2021 festgelegt ist.

IGW 2021 wird digital

30.11.2020


Die Internationale Grüne Woche findet unter dem Motto "Rooting for Tomorrow" vom 20. bis 21. Januar als rein digitale Veranstaltung statt. Sowohl die Eröffnungspressekonferenz und die Eröffnung mit den ideellen Trägern, also auch Vorträge und Diskussionsrunden, werden im Internet live übertragen. Mit dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung beispielsweise bietet das Bundeslandwirtschaftsministerium eine virtuelle Plattform für Austausch, Diskussion und Wissenstransfer rund um die Frage: "Alles digital oder doch wieder normal? Neue Formen von Arbeit und Teilhabe als Chance für die Ländlichen Räume." Auch die Startup-Days und die Verleihung des Regional-Star Awards stehen 2021 auf dem Programm. Darüber hinaus präsentieren sich die Bundesländer, offizielle internationale Länderbeteiligungen, Verbände sowie Institutionen und Ministerien auf der IGW Digital. Teilnahme: Nach vorheriger Registrierung sind die Inhalte Live und im Anschluss ca. 3 Monate on-demand abrufbar.

Kritische DBV-Position zum geplanten Lieferkettengesetz

30.11.2020


DBV - Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewertet das von der Bundesregierung geplante Lieferkettengesetz kritisch. In einem vom DBV-Präsidium beschlossenen Positionspapier wird ausdrücklich gefordert, grundlegende Menschenrechte im internationalen Handel einzuhalten und Dumping-Importe zu unterbinden. Der DBV fordert, dies unmittelbar in internationalen Handelsabkommen zu regeln, so dass unter Menschenrechtsverstößen hergestellte Produkte gar nicht erst auf den EU-Markt gelangen könnten. Die Umsetzung über ein Lieferkettengesetz mit neuen bürokratischen Auflagen für Unternehmen wird hingegen sehr kritisch gesehen. Zusätzliche Bürokratielasten für kleine und mittlere Unternehmen sollten soweit wie möglich vermieden werden, heißt es in dem Papier.

Minister stellt Maßnahmenplan "Tierschutz für Nutztiere in Baden-Württemberg" vor

30.11.2020


Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat in den vergangenen Wochen einen Maßnahmenplan "Tierschutz für Nutztiere in Baden-Württemberg" erarbeitet, den der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL am 26. November 2020 in Stuttgart vorgestellt hat. Der Plan sehe die Weiterentwicklung bestehender Maßnahmen vor. Ebenso sollen zahlreiche neue Maßnahmen weitere Verbesserungen mit sich bringen. Damit sollen nicht nur der Tierschutz, sondern auch die regionalen Schlachthöfe gestärkt werden, so der Minister.

Schweinemarkt: Keine schnelle Hilfe in Sicht

28.11.2020


Wie die Bauernzeitung heute berichtet, soll nach der Videokonferenz zwischen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit den Kolleginnen und Kollegen der Bundesländer am heutigen Freitag geprüft werden, inwieweit die für Coronaschäden vorgesehenen Novemberhilfen auch von Schweinehaltern genutzt werden können. In der laufenden Woche hatte das Thüringer Agrarministerium bereits den Thüringer Schweinehaltern empfohlen, die bestehenden Fördermöglichkeiten zu nutzen. Allerdings können die staatlichen Auflagen oder Schließungen infolge der Pandemie, an die die Coronahilfen des Bundes (Überbrückungshilfe II; Novemberhilfe)  gebunden sind, nicht 1:1 auf die Situation der Schweinebranche übertragen werden. Da es sich um "indirekte Marktauswirkungen" handelt, muss durch das Bundeswirtschaftsministerium noch geprüft werden, wie betroffene Schweinehalter dennoch in diese Coronahilfen einbezogen werden können. Zur Sprache kamen auch Überlegung zur staatlichen Förderung eines Bestandsabbaus, die jedoch von der Bundesministerin mit Vorsicht entgegnet wurde. 

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