ZDS-News

Schweinepest: Ringgemeinschaft fordert zum Handeln auf

17.12.2020


Die Ringgemeinschaft Bayern fordert, den letzten Fund eines infizierten Wildschweincharakters nur 40 km entfernt von der deutschen Grenze wie einen Seuchenausbruch zu behandeln. Man sollte nicht warten bis das erste infizierte Wildschwein in Deutschland gefunden wird, sondern bereits jetzt reagieren. Das Errichten "weißer Zonen" (Wildschweinfreie Korridore entlang von Risikogebieten) werde bei Ausbruch der Seuche in Deutschland zwingend notwendig sein, schreibt der Vorsitzende der Ringgemeinschaft Stephan Neher und verlangt: "Beginnen wir bereits jetzt damit, können wir vielleicht Schlimmeres verhindern." Man sollte alle Maßnahmen ergreifen, um die Chance zu erhöhen von der Seuche verschont zu bleiben.

Das Friedrich Loeffler-Institut beurteilt "Das Risiko eines Eintrags der ASP durch infizierte Wildschweine in Gegenden, die an das infizierte Gebiet Belgiens angrenzen, als hoch." In einer früheren Bewertung wurde das Risiko eines Eintrags durch Kontakt von infizierten und nicht infizierten Wildschweinen als mäßig bewertet. (Quelle FLI, Seite 42)

Otte-Kinast und Lies fordern vom Bund Änderung der Düngeverordnung

16.01.2020


Niedersachsen fordert die Bundesregierung auf, den Referentenentwurf zur Änderung der Düngeverordnung (DüV) in einigen Punkten anzupassen. In einer gestern (15. Januar 2020) vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium versendeten Stellungnahme, die mit dem Niedersächsischen Umweltministerium gemeinsam erarbeitet wurden, heißt es: "Die geplanten Änderungen der Düngeverordnung sind zum Teil nicht zielgenau, kontrollierbar oder im praktischen Vollzug umsetzbar." Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies sind sich einig: "Der Grundwasserschutz ist äußerst wichtig. Die berechtigten Interessen der Landwirte dürfen dabei jedoch nicht aus dem Blick geraten. An diesem Punkt muss der Bund nachjustieren." Mit einer zwischen ihren Häusern abgestimmten Position wenden sie sich an das Bundeslandwirtschaftsministerium:

Niedersachsen fordert den Bund auf, bei folgenden Punkten nachzusteuern:

  1. Vermeidung einer Regelungslücke in Bezug auf 170 kg N-Obergrenze
  2. Stärkere Verwirklichung des Verursacherprinzips bei der Ausweisung "Roter Gebiete"; unter anderem Ausnahme des Dauergrünlandes von der Pflicht zur Düngereduzierung um 20 Prozent
  3. Stärkere Berücksichtigung trinkwasserschutzfördernder Bewirtschaftung

In der 18-seitigen Stellungnahme schlägt die Landesregierung daneben zahlreiche weitere aus fachlicher Sicht notwendige Anpassungen und Ergänzungen vor.

Initiative Tierwohl: Wir machen weiter!

16.01.2020


ITW -

Die Initiative Tierwohl (ITW) ist inzwischen mit Marktanteilen von rund 70 Prozent bei Geflügel und rund 24 Prozent bei Schwein Deutschlands größtes Tierwohlförderprogramm. Die Teilnehmer aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel haben sich jetzt auf eine Fortsetzung der ITW verständigt. Bis Ende 2020 laufen noch die bestehenden Verträge mit den Wirtschaftspartnern der ITW, dann folgt ab 2021 eine neue, ebenfalls dreijährige Programmphase. Weiterhin können Verbraucher Geflügelfleisch, das aus Ställen teilnehmender Landwirte stammt, am ITW-Produktsiegel erkennen. Neu ist, dass das ab 2021 auch für große Teile des Schweinefleisch-Sortiments gilt. Das Plus an Tierwohl, das die teilnehmenden Landwirte ihren Schweinen, Hähnchen und Puten bieten, wird künftig verstärkt über den Markt finanziert und soll noch mehr Tieren zugutekommen. Dadurch wird auch die Einbindung vieler weiterer Tierhalter gefördert.

Agrarausfuhren für 2019 erreichen neuen Höchststand

16.01.2020


Die Ausfuhren deutscher Agrarprodukte und Lebensmittel sowie Landtechnik prognostiziert die GEFA für 2019 mit 79,5 Mrd. Euro. Damit werden diese deutlich über dem Vorjahresniveau erwartet (+2,1%). "Trotz dieser positiven Entwicklung sind weitere energische politische Anstrengungen zur Öffnung von Exportmärkten erforderlich" sagt Bernd Wirtz, Sprecher der GEFA und Geschäftsführer in der Vion Food Group. "Vor allem mit Blick auf Asien benötigen wir neue Initiativen, um schrittweise Marktöffnungen für unsere Exporteure zu erreichen."

War die Handelsbilanz im Jahr 2006 mit minus 11 Mrd. Euro bereits stark negativ, hat sich dieses Defizit mit mehr als 14 Mrd. Euro in 2018 noch weiter erhöht. Beispielsweise kauft Deutschland aktuell ca. dreimal mehr Agrarprodukte und Lebensmittel von den OECD-Entwicklungsländern, als es in diese Länder exportiert. Damit leistet Deutschland einen ganz entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung bzw. zur Entwicklung dieser Länder.

ASP: Regierung fördert Impfstoff-Entwicklung

16.01.2020


©SuS/age - Eine erfolgreiche Bekämpfung der ASP ist nach Auffassung der Bundesregierung nicht unbedingt vom Einsatz eines Impfstoffs abhängig, denn die konventionellen Bekämpfungsmaßnahmen für anzeigepflichtige Tierseuchen würden bei ausreichend hoher Biosicherheit in den Schweinehaltungen besser greifen. Hilfreich wäre jedoch ein oral applizierbarer Lebendimpfstoff für die Bekämpfung der ASP bei Wildschweinen. Dieser sei jedoch aufgrund des komplexen Virus schwierig herzustellen. Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) an entsprechenden internationalen Forschungsprojekten und Initiativen beteiligt, so beispielsweise an der Global African Swine Fever Research Alliance (GARA) oder dem EU-finanzierten Projekt "DEFEND", das sich mit der Entwicklung neuartiger ASP-Impfstoffe befasst

Ländlicher Raum 04/2019: „Die Stellung der Landwirtschaft in der Gesellschaft“

16.01.2020


Ziel der ASG-Herbsttagung war u. a., die Verständnislücke zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft, aber auch zwischen den Landwirt*innen verschiedener Richtungen (ökologisch/ konventionell, Familien-/Großbetriebe, Ackerbauern/Tierhalter) zu ver­ringern. Nicht erst mit den Demonstra­tionen der Landwirte und Land­wirtinnen war deutlich geworden, dass es Anstrengungen bedarf, um Respekt und Verständnis für­einander zu gewinnen, denn nicht alles, was in der Land­wirt­schaft getan wird, ist selbst­erklärend und richtig. Wichtig sind deshalb ein selbst­kritischer Umgang der Land­wirt­schaft mit den derzeitigen Produktions­weisen, eine Offenheit für nachhaltige Wirtschafts­weisen und neue Kommuni­kation­swege. Hierzu gibt es zahlreiche Hinweise und Anregungen im Schwerpunkt dieser Ausgabe.

Endgültig grünes Licht für die Isoflurannarkose

16.01.2020


Das Bundeskabinett hat in der vergangenen Woche die Ferkelbetäubungssachkundeverordnung (FerkBetSachkV) mit den vom Bundesrat verlangten Änderungen beschlossen. Die Verordnung soll den Weg für die Kastration unter Isoflurannarkose freimachen und nach der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kürze in Kraft treten.

Auch Hobbyhalter müssen Tierzahlen melden

16.01.2020


Die Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen erinnert alle Tierhalter daran, die Meldung über ihren Tierbestand abzugeben, falls sie ihn noch nicht gemeldet haben. Wer in Nordrhein-Westfalen Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Gehegewild, Geflügel oder Bienen hält, muss seinen Bestand bis spätestens 31. Januar 2020 bei der Tierseuchenkasse melden. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass diese gesetzliche Verpflichtung nicht nur für Landwirte, sondern auch für Hobbyhalter und gewerbliche Tierhalter gilt. Eine Meldung ist auch erforderlich, wenn sich der Tierbestand gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat.

Internationale Osnabrücker Schwarzbunt-Tage

16.01.2020


Nur noch wenige Tage sind es bis zu den 44. Internationalen Osnabrücker Schwarzbunt-Tagen! Das Programm am Samstag, den 25. Januar 2020, beginnt um 9:30 Uhr in der Halle Gartlage mit der Holstein-Schau. Preisrichter in diesem Jahr ist Dirk Hassbargen aus Ostfriesland. Um 13:30 Uhr folgt die Nachzuchtgruppen-Präsentation - mit den Bullen Milton (RZG 143) und Power PP (RZG 131). Um 14:15 Uhr schließt sich die Top-Genetik-Auktion an - mit einigen ausgesprochenen Premium-Produkten (Vorbericht). Für den Verkauf von OHG-Sperma gelten während der Schwarzbunt-Tage attraktive Sonderkonditionen, die bei Bestellungen vor Ort in der Halle Gartlage am OHG-Infostand gewährt werden (Bullen-Angebot). Der Besuch der Schwarzbunt-Tage lohnt sich daher bereits aus diesem Grund. Am Freitag, 24. Januar 2020, finden Betriebsbesichtigungen im Rahmen der "Züchter-Tour" (nach vorheriger Anmeldung) statt, abends folgt der "Züchter-Empfang".

Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft

16.01.2020


Die US-Regierung hat 2018 seinen Inventarbericht über die US-Treibhausgasemissionen und -senken von 1990 bis 2016 veröffentlicht. Damit wollte man den Verpflichtungen gemäß dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) nachkommen. Demnach überwiegen in der US-Landwirtschaft die THG-Bindung die -Emissionen.

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