ZDS-News

DBV sehr besorgt über Vorschläge des BMEL zum Umbau der Tierhaltung

05.01.2023


Der Veredlungspräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Hubertus Beringmeier, sieht den Tierhaltungsstandort Deutschland durch die in den letzten Wochen und Monaten vorgelegten Eckpunktepapiere und Gesetzesentwürfe in Gefahr. "Statt den allgemein anerkannten ‚Borchert-Plan‘ ganzheitlich umzusetzen, wird dieses Konzept in einer Art Salamitaktik zerstückelt und verfälscht, so dass es nicht nur wirkungslos wird, sondern vor allem den Tierhaltern die Perspektiven für Investitionen nimmt." Dazu gehören nach Einschätzung des DBV der mit großen Lücken versehene Entwurf eines Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes, der Referentenentwurf zur Änderung des Baugesetzbuches sowie zuletzt die Eckpunkte für ein Bundesförderprogramm zum Umbau der Tierhaltung, das völlig unzureichend finanziert ist. Der DBV hält die im Eckpunktepapier vorgesehenen Obergrenzen für völlig unannehmbar. Beringmeier fordert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf, praktikable Regelungen für eine zukunftsfähige Tierhaltung im Sinne des "Borchert-Plans" vorzulegen und umzusetzen.

Klimawandel: Sojaproduktion in Europa könnte künftig ausgeweitet werden

05.01.2023


Eine vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in der Fachzeitschrift "Global Change Biology" veröffentlichte Studie zeigt, dass sich langfristig immer mehr Ackerflächen in Europa für die Sojaproduktion eignen. Dieser Effekt übersteige dabei die Ertragseinbußen, die durch zunehmende Hitze und Trockenheit vor allem in Südeuropa zu erwarten seien. Damit könne die EU zukünftig auf einen großen Teil der Sojaimporte aus Brasilien und den USA verzichten, so die Autorinnen und Autoren der Studie. Die Sojabohne gedeiht nicht nur unter warmen Bedingungen gut, sondern versorgt sich auch selbst mit dem wichtigen Pflanzennährstoff Stickstoff.

Thüringen: 30 Millionen Euro für mehr Tierwohl

05.01.2023


Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft bietet ab 2023 eine erweiterte Tierwohlförderung "T(h)ür Tierwohl" an. "Von 2023 bis 2027 fördern wir die tierwohlgerechtere Haltung von Rindern und Schweinen mit 30 Millionen Euro. Damit fördern wir bessere Haltungsbedingungen in der Nutztierhaltung und gezielt die Landwirtinnen und Landwirte, die ihren Tieren mehr Wohlbefinden in den Ställen bieten", so Thüringens Agrarministerin Susanna Karawanskij. Über die neue Tierwohlförderrichtlinie wurden bereits bis Jahresende 2022 die ersten rund 20 Mio. Euro bewilligt.

Bösenseller Schweine-Onlineseminar am 18. Januar 2023

04.01.2023


Der Erzeugerring Westfalen lädt seine Mitglieder und Interessierte am Mittwoch, den 18. Januar 2023 zum Bösenseller Schweine-Webseminar ein. Die Veranstaltung beginnt um 09.30 Uhr und endet um ca. 12.00 Uhr. Impulsvorträge gibt es zu folgenden Themen:

  1. Mit künstlicher Intelligenz die Tiergesundheit optimieren, Herbert Heger – Boehringer Ingelheim
  2. Einblicke in den NatureLine Tierwohlstall, Mario Steininger – Landwirt aus Österreich
  3. Umgang mit kranken und verletzten Tieren, Rainer Kemper - Erzeugerring Westfalen

Bitte melden Sie sich formlos unter der E-Mail-Adresse: anmeldungen@erzeugerring.com an.
Anmeldeschluss ist der 16.01.2023. Die Teilnahme ist kostenlos. Den Einwahl-Link für die Teilnahme an dem Webseminar erhalten Sie am 17.01.2023! Im Anschluss an das Seminar erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung, die als Fortbildung für die Initiative Tierwohl verwendet werden kann.

WLV entrüstet über Ausgestaltung der Förderung der Schweinehaltung

04.01.2023


Wochenblatt Westfalen-Lippe - "Weil es die große Mehrheit der Schweinehalter von der Förderung ausschließe, wertet Hubertus Beringmeier das Eckepunktepapier zum Umbau der Tierhaltung als "Frontalangriff auf die bäuerlichen Familienbetriebe in Westfalen-Lippe". Die investive Förderung als auch die Förderung von laufenden Mehrkosten ziele in Anlehnung an das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz lediglich auf die Haltungsformen 3 ("Frischluftstall"), 4 ("Auslauf/Freiland") und 5 ("Bio") ab. Stufe 2 geht leer aus."

Unternehmen geben Sojafuttermittelanforderungen auf

04.01.2023


Durch "Credits" konnten deutsche Lieferanten von ALDI Nord und ALDI Süd auf eigene Kosten die Verwendung von Sojafuttermitteln, die nicht nachweislich entwaldungsfrei erzeugt wurden, ausgleichen. Dies betraf Eigenmarken-Produkte aus den Bereichen Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch sowie Schaleneier. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) prüfte den Fall, woraufhin ALDI Nord und ALDI Süd ihre Anforderungen aufgaben. Das Verfahren wurde am 23.12.2022 eingestellt.

Web-Seminar "Einstieg in die Agrarstatistik"

04.01.2023


Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) bietet am 12. Januar 2023 von 17:30 bis 19:00 Uhr erneut ein kostenfreies Web-Seminar zum Einstieg in die landwirtschaftliche Statistik an. Zu aktuellen Themen stellt Niko Klag, Statistik-Experte aus dem BZL, landwirtschaftliche Statistiken vor und zeigt, auf welcher Datengrundlage diese beruhen. Gemeinsam wird erörtert, welche Aussagekraft eine Zahl hat und welche Aussagen damit nicht getroffen werden können. Um am Web-Seminar teilzunehmen, ist vorab eine Anmeldung erforderlich.

Förderung von Innovationen zur mobilen Schlachtung

04.01.2023


Im Dezember hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Bekanntmachung über die Förderung von Forschungsvorhaben von Innovationen zur mobilen Schlachtung veröffentlicht. Die BLE betreut die Bekanntmachung als Projektträger. Ziel ist es, tierschutzgerechte Schlachtungen im Herkunftsbetrieb zu fördern sowie die Wertschöpfung im ländlichen Raum zu stärken. Es sollen wirtschaftliche Anreize für landwirtschaftliche Betriebe und regionale, handwerkliche Schlachthöfe geschaffen werden. Die Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur mobilen Schlachtung, einschließlich der "Weideschlachtung" im Herkunftsbetrieb, wurde im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung am 21.12.2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Skizzen können bis zum 06.04.2023, 12 Uhr, über das Easy-Online Verfahren eingereicht werden.

Neuausweisung der roten und gelben Gebiete

04.01.2023


Zum 30. November 2022 erfolgte eine Neuausweisung der roten und gelben Gebiete. Seit Inkrafttreten der Düngeverordnung 2017, die erstmals eine Ausweisung von mit Nitrat belasteten sowie eutrophierten Gebieten vorgab, ist es nun die dritte Ausweisung innerhalb von fünf Jahren. Für viele Landwirte und Berater ist diese erneute Ausweisung der Gebietskulisse nach der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Ausweisung von mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebieten" (kurz: AVV GeA) schwer nachvollziehbar und deren Umsetzung eine große Herausforderung. Insbesondere auch, da sich die ausgewiesenen Gebietskulissen der verschiedenen Jahre teils stark voneinander unterscheiden. Was sind die Hintergründe der Neuausweisung und worin sind die Unterschiede zur vorangegangenen Ausweisung begründet? Dazu stellt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Informationen zur Verfügung.

Landwirtschaft im Dialog: Lieferketten in Krisenzeiten sichern - Müssen Handel und Landwirtschaft endlich zusammenrücken?

03.01.2023


Am 18. Januar diskutiert top agrar in der Vertretung des Landes Hessen in Berlin mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke und weiteren Gästen über Lieferketten in Krisenzeiten. Die Veranstaltung wird ab 19.00 Uhr live über den top agrar - YouTube-Kanal übertragen.

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